YWPA Award 2018

Preisträgerin ist Lea Hatt aus Zürich

Die 18-jährige engagiert sich in der Schülerorganisation der Kantonsschule Hohe Promenade und im Jugendparlament des Kantons Zürich. Sie möchte andere junge Menschen dazu ermutigen, die Welt um sich herum mitzugestalten und setzt sich für Gleichberechtigung ein. Mit dem auf 1'000 Franken dotierten Preis zeichnet der ZONTA Club Zürich die junge Frau für ihr aussergewöhnliches gesellschaftliches Engagement aus.

Lea Hatt will die Gleichberechtigung der Frau auf nationaler und internationaler Ebene durch ihre Begeisterung für Politik vorwärtstreiben. «Auch in der Schweiz oder besser – gerade in der Schweiz – muss sich noch vieles tun», sagt die 18-jährige Schülerin. Als Präsidentin der Schülerorganisation der Kantonsschule Hohe Promenade hat sie daher verschiedene Politikpodien initiiert, darunter zur No-Billag-Initiative, sowie einen Anlass zum Thema «Flüchtlinge». Beim Flüchtlingstag ging es unter darum, den Schülerinnen und Schülern eine Begegnung mit Flüchtlingen zu ermöglichen. So zum Beispiel mit einer 22-jährigen Syrerin, die von ihrem Land und den Schrecken der Flucht berichtete. Daneben gehören Schulevents wie ein Skitag, ein Benefiz-Weihnachtsapéro zugunsten des schuleigenen Albanien-Komitees oder ein neu eingeführter Bücherverkauf zu Lea Hatts Aktivitäten, mit denen sie gezielt die Schulgemeinschaft stärken möchte.

Seit vergangenen Herbst ist die Zürcherin Mitglied im kantonalen Jugendparlament und möchte später etwas im Bereich Politik und Medien studieren. «Es ist die Verantwortung von uns Jungen, Einfluss auf unsere Zukunft zu nehmen». Erste Erfahrungen im Bereich Medien sammelte sie letzten Oktober als Publikumsmitarbeiterin beim Schweizer Radio und Fernsehen. Für diesen Job reiste sie bis nach Wien, wo sie einen Beitrag zu den österreichischen Nationalratswahlen drehte.

Ein erstes Bewusstsein für politische und gesellschaftliche Zusammenhänge hat Lea Hatt bereits als Zehnjährige entwickelt. Damals lebte sie mit ihren Eltern ein halbes Jahr auf Sumatra. Dort lernte sie die Schweizer Stiftung PanEco kennen, die sich mit einem Schutzprogramm für Orang-Utans einsetzen. Nach ihrer Rückkehr stellte Lea Hatt 2012 eine Sammelaktion mit Kuchenverkauf für PanEco auf die Beine und brachte so insgesamt 1’300 Franken zusammen. Mit der Aktion machte sie auf die Folgen der Palmölplantagen aufmerksam, die den Lebensraum der Orang-Utans bedrohen. «Ich habe damals gelernt, dass man auch als junger Mensch etwas bewegen kann».

In ihrer Freizeit spielt Lea Hatt Golf, tanzt und lernt aktuell Spanisch. Ihr Preisgeld für den YWPA Award will sie für ihr Zwischenjahr verwenden. Sie plant einen zweimonatigen Einsatz in Athen bei einer Organisation, die sich für Flüchtlinge engagiert.

Medienmitteilung 2018

Zonta